Lohnt sich die venöse Blutentnahme für Ihre Apotheke wirtschaftlich?
Pharmazeutische Dienstleistungen gelten oft als Zuschussgeschäft. Bei der venösen Blutentnahme als Selbstzahlerleistung sieht die Rechnung anders aus. Entscheidend ist der Deckungsbeitrag pro Termin, nicht ein gedeckelter Kassensatz.
Selbstzahler heißt: kein Kassendeckel
Viele pharmazeutische Dienstleistungen kranken am selben Problem: Ein fester Kassensatz deckt kaum die aufgewendete Zeit, und was als Chance verkauft wurde, wird zum Zuschussgeschäft. Die venöse Blutentnahme nach dem neuen § 11c ApoG (in Kraft seit dem 02.07.2026) folgt einer anderen Logik. Sie ist eine Selbstzahlerleistung, die Kundschaft zahlt privat, und der Preis unterliegt keinem gedeckelten Erstattungssatz.
Das ändert die betriebswirtschaftliche Ausgangslage grundlegend. Sie kalkulieren den Preis pro Termin so, dass er Ihre Kosten deckt und darüber hinaus einen Beitrag leistet. Genau darum geht es bei diesem Angebot: nicht um eine weitere GKV-Leistung am Existenzminimum, sondern um planbaren, ungedeckelten Zusatzumsatz.
Die Rechnung dahinter: Deckungsbeitrag statt Bauchgefühl
Ob sich das lohnt, entscheidet keine Meinung, sondern eine Formel. Der Deckungsbeitrag pro Termin ist der erzielte Preis abzüglich der variablen Kosten:
- Materialkosten für Entnahme und Versand
- Laborkosten für die Analytik im akkreditierten Labor
- Zeit Ihres Teams für Entnahme, Beratung und Abwicklung
Was nach Abzug dieser variablen Kosten vom Preis übrig bleibt, trägt zu Ihren Fixkosten und zum Ergebnis bei. Der Hebel ist die Terminzahl: Jeder zusätzliche Termin vervielfacht denselben Deckungsbeitrag, während die Fixkosten für Raum und Ausstattung gleich bleiben. Ab welcher Terminzahl das Angebot in die Gewinnzone kippt, ist eine reine Rechenfrage.
Beispielhaft und generell gesprochen: Solange der Preis pro Termin oberhalb Ihrer variablen Kosten liegt, arbeitet jeder Termin für Sie. Welche konkreten Zahlen für Ihre Apotheke gelten, hängt von Ihren Preisen und Ihrem Standort ab. Details zu Panels und Endkundenpreisen finden Sie unter Preise & Panels, die Einordnung zur Abrechnung unter Vergütung & Abrechnung.
Statt einer pauschalen Schätzung zeigt Ihnen der ROI-Rechner eine Bandbreite auf Basis Ihrer Annahmen zu Preis, Kosten und Terminen pro Woche. Kein Versprechen auf Gewinn, sondern eine ehrliche Kalkulationshilfe.
Niedrige Einstiegshürde, klarer erster Schritt
Die häufigste Sorge ist der Aufwand: Laboranbindung, Prozesse, Software, Schulung. Genau hier senkt eine schlüsselfertige Lösung die Hürde. Sie starten mit fertigem Ablauf, angebundenem Labor und gebrandetem Portal, statt alles selbst aufzubauen. Der Fixkostenblock bleibt überschaubar, und die variable Rechnung pro Termin bestimmt, ob sich das für Sie lohnt.
Unentschlossen, ob Ihre Apotheke zum Standort passt? Der 60-Sekunden-Check gibt eine erste Einschätzung, bevor Sie den ROI-Rechner mit echten Zahlen füttern. Dieser Beitrag ist keine Rechts- oder Finanzberatung.
Bereit, in Ihrer Apotheke zu starten?
Alphora Analytics liefert Schulung, Aufbau, Laboranbindung und Software als schlüsselfertige Lösung, damit Sie zum Reformstart live sind.